Wer kreativ ist und diese Seite auch im Beruf ausleben möchte, für den ist der Beruf des Grafikdesigner oft die erste Wahl. Angehende Grafikdesigner haben Freude am bildlichen Gestalten und können sich einen Computerarbeitsplatz in ihrem Berufsalltag gut vorstellen. An der Vorbildung und dem vorhandenen Schlussabschluss macht sich fest, welche Ausbildungsmöglichkeiten grafisch Interessierten offenstehen.

Mindestvoraussetzung für den Beruf ist ein mittlerer Bildungsabschluss. Die Möglichkeit, über ein duales Ausbildungsmodell in den Beruf einzusteigen, existiert allerdings nicht. Grafikdesigner wird man durch eine schulische Ausbildung, deren Organisation landesrechtlich geregelt ist. Durchgeführt wird diese von Berufskollegs und Berufsfachschulen.

Der Weg an eine Hochschule ist eine weitere Variante, den Beruf anzuvisieren. Der Studiengang Medien- oder Kommunikationsdesign ist anwendungsorientiert und wird an Fachhochschulen in ganz Deutschland angeboten. Dafür ist allerdings die Fachhochschulreife erforderlich. Vor der Bewerbung verlangen die Hochschulen die Abgabe einer Mappe. Das erfolgreiche Bestehen der Mappen-Auswahl ist die Eintrittskarte in ein Studium. Im Vergleich zu anderen Studiengängen spielt der Notendurchschnitt im Schulzeugnis bei der Bewerbung allerdings keine Rolle. Es geht ausschließlich um das künstlerische Talent des Bewerbers, das er mit der Mappe im Vorfeld unter Beweis stellen soll.

Auszubildende und Studierende des Grafikdesigns müssen sich darauf einstellen, dass sie während der Ausbildung keine Vergütung bekommen. Je nach Bildungseinrichtung fallen im Gegenteil auch noch Materialkosten, Studiengebühren oder Schulgeld an. Die Höhe der Kosten hängt vom Anbieter ab. Wer den Weg eines Grafikdesigners zu einem späteren Zeitpunkt in seinem Leben einschlagen will, der kann sich ebenfalls um einen Ausbildungsplatz an einer Schule/Hochschule bewerben; es gibt keine Altersbegrenzung. Nach Ende der Ausbildung – meistens nach 2-3 Jahren – darf der Titel Grafikdesigner offiziell geführt werden.

Sofern es der Stundenplan erlaubt, ist es für den Berufseinstieg nützlich, bereits während der Ausbildung erste Aufträge als Freelancer annehmen, um Arbeitserfahrung zu sammeln, das eigene Profil auszubauen und Praxiskontakte zu pflegen.